Aktuelles

Karneval in den Jahren 1950 bis 1955

Heimerzheim. Der Start in die neue Karnevals-Session beginnt mit einer Nostalgie-Veranstaltung des Arbeitkreis Heimat Heimerzheim 

Am Donnerstag, 12. November 2015 heißt es um 19:30 Uhr im kath. Pfarrzentrum in Heimerzheim: "Fastelovend in Hemezem"

                                            zwischen 1950 und 1955

                                         mit vielen alten Fotos und etwas Musik

Die heutige "Große Heimerzheimer Karnevalsgesellschaft" gab es damals noch nicht. Die Jecken im Ort wurden in diesen Jahren von der "Sängervereinigung" regiert, die extra einen Elferrat aufgestellt hatte. In den ersten Karnevals-Sitzungen kamen erfolgreich Kräfte aus den eigenen Reihen auf die Bühne. Auch die ersten Karnevalsprinzen - damals noch solo - fanden sich in den eigenen Reihen der Sängervereinigung. Weiberfastnacht und Rosenmontag waren damals die Höhepunkte der Session. Nach den Kriegsjahren hatte man endlich wieder "Spaß an der Freud" und alle waren außer Rand und Band.

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                   Weiberfastnacht um 1955                                         Rosenmontag 1950
                                                                                                                

Aus dieser Zeit stammen seltene und verrückte Fotos, die für die Veranstaltung am 12. November zusammengetragen und aufbereitet wurden.

Mit den alten Karnevalsschlagern der 1950er Jahre und den vielen kleinen Geschichten aus dieser Zeit will der Arbeitskreis Heimat mit seinen Gästen in der alten Hemezemer Fastelovend Nostalgie schwelgen.

 

 

"Leuchtender Adventskalender" in Heimerzheim

Die Heimerzheimer Bürger können sich in der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit auf einen "Leuchtenden Adventskalender" freuen.

In Zusammenarbeit mit der Swistbachschule Heimerzheim und dem Arbeitkreis Heimat Heimerzheim werden 23 Fenster der Schule von den Schulkindern bunt gestaltet. 

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                          Swistbachschule Heimerzheim                                         Hanne Kirleis (Rektorin Swistbachschule)
                                                                                                                Hermann J. Krämer (AK-Heimat)

An jedem Adventstag wird um 18:00 Uhr ein Fenster der Swistbachschule zum Leuchten gebracht.

Bei Glühwein und Kakao werden in einer kleinen abendlichen Feierstunde weihnachtliche Lieder und Gedichte vorgetragen.

An den Adventssonntagen 6.12.; 13.12.; 20.12. und an den besonderen Tagen 1.12.; 21.12.; 23.12. und 6.01.2016 singen und spielen die Heimerzheimer Chöre und Musikvereine.

Beginn 18:00 Uhr

Der AK-Heimat bietet Glühwein, Kakao, Reibekuchen und/oder Waffeln an.

Am 6. Dezember kommt der Nikolaus und beschenkt die Kinder.

Am 6. Januar 2016 kommen die Sternsinger und bringen ihren Segen. Dann findet die Preisverleihung der schönsten Fenster dieser Aktion statt.

Alle Bürger sind eingeladen, sich rege zu beteiligen.

 

Kalender 2016 des Arbeitskreises Heimat Heimerzheim

 

Für das Jahr 2016 legt der Arbeitkreis Heimat Heimerzheim wieder einen Bild-Kalender vor, der unter dem Motto "Heimerzheimer Ansichten einst und jetzt" steht. 

Der neue Kalender 2016, der in Farbe erscheint, hält für Alteingesessene und Neubürger wieder einige Überraschungen bereit. 

Er kann ab dem 1. November in den Heimerzheimer Geschäften Kurscheidt, Bookcompany, Rosenfarm Johnen und Polstermöbel Rupperath (Inh. H. G. Burger) für 6,- Euro erworben werden.

Besonderer Hinweis: Der Kalender 2015 ist nur in einer kleinen Auflage gedruckt und wird daher schnell vergriffen sein.


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UNTERE ERFT: Verkauf und Abriss oder HEIMATMUSEUM?

Wie in vielen mittleren Gemeinden, fehlt es in Swisttal an einer zentralen musealen Einrichtung. Dabei sind das frühere dörfliche Leben in den ehemaligen Einzelgemeinden, die Landwirtschaft, das Handwerk, die kulturellen Gewohnheiten, manche Arbeitsgeräte und -techniken wie auch zivilisatorische Leistungen durchaus bemerkenswert. Hier publizierte, heimatbezogene Literatur hat die schon dargelegt. Die museale Grundidee, eine historische Verbindungslinie zwischen den Generationen durch gegenständliche Präsentationen mit Dokumentation zu schaffen, hat damit durchaus eine solide Grundlage. Dieses gesagt sollte betont werden, dass Präsentables bei uns immer Einfaches, Schlichtes und Bodenständiges war. Aber eben auch oft Eigentümliches.

Eine Präsentation an zentraler Stelle wäre im besten Sinne ein Heimatmuseum. Weder ein Haus der gemeindlichen/regionalen Geschichte noch mit dem Anspruch auf lückenlose Abdeckung der präsentierten Bereiche.

Als Ort des - nennen wir es arbeitsmäßig Swisttal-Museum - bietet sich das historische Gebäude "Untere Erft", welches immernoch zum Verkauf steht, zur sinnvollen Nutzung an.

Für den Fundus des Swisttal-Museums gibt es durchaus schon beachtliches Material aus verschiedenen Quellen. Dies könnten die ersten Säulen sein:

1. Teile oder die komplette "Sammlung Lindner" aus Buschhoven

2. Historische Gerätschaften aus dem Fundus des Arbeitskreises Heimat

3. Teile aus einer alten Ollheimer Schmiede

4. Teile der "Sammlung aus dem Müll" von Matthias Krupp

5. Teile einer Schusterwerkstatt

6. Andere museale Teile aus Swisttaler Sammlungen oder Haushalten

7. Archiv oder Teile davon von Rudolf Bölkow

8. Das Heimat-Archiv des Arbeitskreises Heimat

9. (Frei für weitere Komponenten, die sich in den Swisttal-Orten finden)

10. Im Gebäude "Untere Erft" selbst sind noch, bzw. museal schon vorhanden:

    - Getreide-Aufbereitung

    - die alten Getreidespeicher

    - Fördereinrichtungen

    - Getreidetrockenanlage, mit entsprechend vorhandener Dokumentation.

In dem Gebäude "Untere Erft" ließe sich auch (mietfrei) zusätzlich das Swisttaler Gemeindebüro unterbringen.

Zur kommunalpolitischen Begründung:

1969 erfolgte der Zusammenschluss von damals 10 eigenständigen Gemeinden zur Flächengemeinde Swisttal. Für die damaligen Einwohner, außer den Straßfeldern, war das verbindende Element das vormalige "Amt Ollheim" in Ludendorf. Trotzdem ein Kunstgebilde ohne weitere identitätstiftende Gemeinsamkeiten, für die wachsende Einwohnerschaft auf heute insgesamt rund 17.500 Bürger.

Aus den unterschiedlichsten Regionen der Bundesrepublik zog es die Menschen nach Swisttal. Zu einer echten Integration in ihrer neuen Heimat fehlte den Neubürgern jedoch der historische und heimatkundliche Hintergrund der verschiedenen Orte in der Region, mit der, über Generationen gewachsenen, Struktur des Lebens in den damaligen Dörfern, die alle ländlich, bäuerlich geprägt waren. Genau die aber benötigt ein Mensch in seiner neuen, der Gewöhnung bedürftigen Umgebung. Es ist ein Teil seiner neuen Identität und trägt wesentlich zur Integration bei. Dies gilt auch für die Nachkommen der ehemals neuen Bürger.

Unsere ausländischen Mitbürger, die aus verschiedenen Kulturkreisen nach Swisttal gekommen sind, suchen vergebens nach integrativen Merkmalen in ihrer neuen Umgebung. Glücklich, wenn Nachbarschaft glückt. Dies gilt auch für die Spätaussiedler aus Russland, die sich in eine neue Heimat versetzt sehen.

Darüber hinaus ist es heute dringlich, in einer zunehmend virtuellen Welt, die zum Teil schon über die reale, analoge Welt gestellt wird, der Nachwelt zu vermitteln, wie unsere Vorfahren der letzten 2-3 Generationen in unserer ländlich-bäuerlichen geprägten Region gelebt haben.

Das historische Erbe der Bevölkerung der 10 Swisttal-Dörfer ist im Wert ebenso anzusiedeln, wie die Historie der Swisttaler Herrenhäuser, Burgen und Schlösser, die seit je her über eigene, auch von der öffentlichen Hand geförderte, Archive verfügen.

Es sollte die Pflicht aller politisch Verantwortlichen sein, heute besondere Anstrengungen zu unternehmen, unsere Wurzeln und Überlieferungen zu erkennen und zu bewahren, bevor diese Erinnerungen verloren gehen.

Das ist der pädagogische und die Integration fördernde Ansatz eines Museums in Swisttal.

Das Gebäuder der "Unteren Erft" befindet sich am Schulstandort Heimerzheim. Mit einer sich anschließenden öffentlichen Grünanlage und Ruhezone bietet es sich für ein Swisttal-Museum in hervorragender Weise an.

Unter anderem als Swisttal-Museum ist das Gebäude ein zu wertvoller Teil des "gemeindlichen Tafelsilbers", um es auf kurze Sicht durch einen Verkauf aus der Hand zu geben.

Eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit nicht pflegt,

                                    handelt in der Gegenwart gedankenlos.

hierzu siehe auch "Presseartikel" vom 29. Januar 2015